Solaranlage Kosten – Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach Solaranlage Kosten – Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach

Solaranlage Kosten: Preise, Speicher & Förderung

Was kostet eine Solaranlage? Dieser Ratgeber vergleicht Preise nach Anlagengröße, Speicher, Montage und Förderung und zeigt, wie Sie Angebote und Wirtschaftlichkeit realistisch prüfen.

Kurzantwort: Was kostet eine Solaranlage?

Die Kosten einer Photovoltaikanlage hängen zudem stark von der Anlagengröße, dem Dach und dem enthaltenen Leistungsumfang ab. Als aktuelle Vergleichswerte können Sie beispielsweise die Auswertung der Verbraucherzentrale NRW vom 28. August 2026 heranziehen: Für Anlagen mit 4 bis 6 kWp lag der mittlere Angebotspreis bei rund 2.090 Euro pro kWp; für Anlagen mit mehr als 9 bis 10 kWp bei rund 1.410 Euro pro kWp. Insgesamt entspricht das rechnerisch etwa 10.450 Euro für 5 kWp und 14.100 Euro für 10 kWp. Der ADAC nennt für 2026 konkrete Beispielangebote von rund 10.300 Euro für 5 kWp und 14.300 Euro für 10 kWp – jeweils ohne Speicher. Das sind zudem Vergleichswerte, keine garantierten Marktpreise. Prüfen Sie deshalb immer, ob Gerüst, Montage, Zählerschrank, Wechselrichter und Anmeldung enthalten sind.

AnlagengrößeMittlerer Preis je kWp*Rechnerischer GesamtpreisADAC-Beispiel 2026 (ohne Speicher)
4–6 kWp2.090 €ca. 10.450 € (5 kWp)ca. 10.300 € (5 kWp)
>6–8 kWp1.820 €ca. 12.740 € (7 kWp)–
>8–9 kWp1.520 €ca. 13.680 € (9 kWp)–
>9–10 kWp1.410 €ca. 14.100 € (10 kWp)ca. 14.300 € (10 kWp)
>10–12 kWp1.290 €ca. 15.480 € (12 kWp)–
>12–14 kWp1.240 €ca. 16.120 € (13 kWp)–
>14–16 kWp1.220 €ca. 18.300 € (15 kWp)–
>16 kWp1.010 €ca. 20.200 € (20 kWp)–

* Verbraucherzentrale NRW, Auswertung von 71 Angeboten (Januar 2025 bis August 2026), Stand 28. August 2026. Die Preise sind zudem Benchmarks, keine Preisliste. Sie enthalten Installation (ohne Gerüst), Wechselrichter, Zählerschrankarbeiten und Anmeldung; Speicher nur, wenn angegeben. Für private Anlagen auf Wohngebäuden fällt seit 2023 keine Umsatzsteuer an (0 % nach § 12 Abs. 3 UStG, siehe Abschnitt 5). Die Gesamtpreise oben sind dagegen rechnerische Werte (Preis je kWp × Leistung).

Einspeisevergütung für Anlagen ab August 2026

Wichtig für Anlagen, die vom 1. August bis 31. Dezember 2026 in Betrieb genommen werden: Die Einspeisevergütung liegt bei Anlagen bis 10 kWp bei 7,70 Cent pro kWh bei Teileinspeisung und 12,22 Cent pro kWh bei Volleinspeisung (Bundesnetzagentur, siehe Abschnitt 4).

Diagramm mit den Kosten einer Solaranlage: 5 kWp etwa 10.450 Euro, 10 kWp etwa 14.100 Euro, mit Speicher 13.300 beziehungsweise 20.300 Euro
5 kWp oder 10 kWp? Größere Anlagen sind zudem pro kWp günstiger, weil sich Fixkosten wie Gerüst und Wechselrichter auf mehr Leistung verteilen.

1. Solaranlage Kosten pro kWp

Zwei Monteure mit Helm montieren dunkle Solarmodule auf dem Ziegeldach eines Einfamilienhauses, Gerüst an der Hauswand
Die Montage gehört zudem zu den Fixkosten, die kleine Anlagen pro kWp teurer machen: Gerüst, Anmeldung und Wechselrichter verteilen sich auf wenige kWp.

Der Preis pro Kilowatt-Peak (kWp) hängt stark von der Anlagengröße ab: Kleine Anlagen sind pro kWp teurer, weil sich Fixkosten wie Gerüst, Anmeldung und Wechselrichter auf wenige kWp verteilen. Die Tabelle oben zeigt die aktuellen Benchmarks der Verbraucherzentrale NRW. Ein pauschaler Richtwert pro kWp ohne Angabe der Anlagengröße führt deshalb in die Irre.

Was im Preis enthalten sein sollte: Solarmodule, Wechselrichter, Montagesystem und Montage, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Gerüst und Zählerschrankarbeiten sind dagegen nicht immer enthalten – prüfen Sie deshalb das Angebot.

Faustregel für den Angebotsvergleich: Vergleichen Sie Ihr Angebot mit dem Benchmark Ihrer Größenklasse aus der Tabelle oben. Liegt Ihr Angebot deutlich darüber, holen Sie deshalb ein zweites Angebot ein und prüfen Sie, was genau enthalten ist.

2. Was kostet eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus?

Modernes Einfamilienhaus mit großer dunkler Photovoltaikanlage auf dem gesamten Schrägdach, Garten im Vordergrund
Für ein typisches Einfamilienhaus sind zudem 5 bis 10 kWp üblich — etwa 10.300 bis 14.300 Euro ohne Speicher.

Für ein typisches Einfamilienhaus sind 5 bis 10 kWp üblich. Wie sich die Kosten für ein Einfamilienhaus im Detail zusammensetzen, zeigt der eigene Artikel dazu. Die Übersicht unten nutzt die Benchmarks aus Abschnitt 1 und die ADAC-Beispielangebote.

AnlageOhne SpeicherMit SpeicherSpeicheranteil
5 kWp + 5 kWhca. 10.300–10.450 €ca. 13.300 € (ADAC-Beispiel)ca. 3.000 € Mehrpreis (ADAC); rechnerisch ca. 2.550 € nach VZ NRW
10 kWp + 10 kWhca. 14.100–14.300 €ca. 20.300 € (ADAC-Beispiel)ca. 6.000 € Mehrpreis (ADAC); rechnerisch ca. 4.100 € nach VZ NRW

ADAC-Beispiele und die Benchmarks der Verbraucherzentrale NRW haben unterschiedliche Leistungsumfänge; vergleichen Sie deshalb immer, was im Speicherpreis enthalten ist. Die Rechnung für ein 5-kWp-System mit Speicher im Detail finden Sie im eigenen Artikel.

Welche Größe passt zu Ihnen? Ein Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch braucht rechnerisch etwa 4–5 kWp, zuzüglich Reserve für Wärmepumpe oder E-Auto. Entscheidend ist zudem der Eigenverbrauch: Je mehr Solarstrom Sie selbst nutzen, desto schneller rechnet sich die Anlage.

3. Solaranlage mit Speicher: Kosten und lohnt es sich?

Weißer wandmontierter Stromspeicher mit Wechselrichter und Zählerschrank in einem hellen Hauswirtschaftsraum
Ein Speicher kostet rund 360 bis 510 Euro pro kWh. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch dagegen von etwa 25–35 % auf etwa 60–80 %.

Ein Stromspeicher kostet nach der Verbraucherzentrale NRW je nach Größe rund 360 bis 510 € pro kWh Speicherkapazität (siehe Tabelle). Speicherkosten und Wirtschaftlichkeit im Überblick finden Sie im eigenen Artikel; für das Einfamilienhaus gibt es eine eigene Beispielrechnung.

SpeichergrößeMittlerer Preis je kWh*Rechnerischer Speicherpreis
4–6 kWh510 €ca. 2.550 € (5 kWh)
>6–8 kWh480 €ca. 3.360–3.840 € (7–8 kWh)
>8–10 kWh410 €ca. 4.100 € (10 kWh)
>10–12 kWh390 €ca. 4.680 € (12 kWh)
>12–16 kWh360 €ca. 5.760 € (16 kWh)

* Verbraucherzentrale NRW, Stand 28. August 2026 (Auswertung von 71 Angeboten, Januar 2025 bis August 2026); mittlere Angebotspreise für Batteriespeicher. In den ADAC-Beispielen 2026 liegt der Mehrpreis für den Speicher dagegen höher (ca. 3.000 € für 5 kWh, ca. 6.000 € für 10 kWh) – die Leistungsumfänge unterscheiden sich, prüfen Sie deshalb das Angebot.

Lohnt sich ein Speicher? Das hängt zudem vom Eigenverbrauch ab:

  • Ohne Speicher verbrauchen Sie tagsüber direkt etwa 25–35 % Ihres Solarstroms selbst.
  • Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch dagegen auf etwa 60–80 %. Sie kaufen deutlich weniger Strom zu.

Beachten Sie zwei Begriffe: Der Eigenverbrauch ist der Anteil der PV-Erzeugung, der vor Ort genutzt wird. Der Autarkiegrad ist dagegen der Anteil des Haushaltsbedarfs, der durch die PV-Anlage gedeckt wird. Beide Werte hängen vom Jahresverbrauch ab: Der selbst verbrauchte Strom (in kWh) kann nie höher sein als der Haushaltsbedarf und nie höher als die PV-Erzeugung. Rechnen Sie deshalb immer mit Ihrem tatsächlichen Jahresverbrauch.

Die richtige Speichergröße finden

Größe des Speichers: Als grobe Regel gilt zudem 1 kWh Speicher pro 1 kWp Anlagenleistung: Ein 5-kWh-Speicher passt zu einer 5-kWp-Anlage und einem Haushalt, der abends moderat Strom verbraucht; ein 10-kWh-Speicher zu einer 10-kWp-Anlage mit höherem Abendverbrauch, Wärmepumpe oder E-Auto. Größer ist dagegen nicht automatisch besser: Ein Speicher, der im Winter kaum voll wird, weil die Anlage wenig erzeugt, bringt wenig. Mit 5 kWh deckt ein typischer 2-Personen-Haushalt den Abendverbrauch; tagsüber wird der Speicher wieder geladen. Ein Speicher hält in der Erwartung etwa 10–15 Jahre – das ist kein garantierter Austauschtermin; planen Sie deshalb den Ersatz in der Wirtschaftlichkeitsrechnung ein.

4. Einspeisevergütung: Was bringt der eingespeiste Strom?

Für Anlagen, die vom 1. August bis 31. Dezember 2026 in Betrieb genommen werden, gelten nach der Bundesnetzagentur folgende Einspeisevergütungen für Aufdachanlagen (20 Jahre, ab Inbetriebnahme):

AnlagengrößeTeileinspeisung (Eigenverbrauch)Volleinspeisung
bis 10 kWp7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
bis 40 kWp6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh

Teileinspeisung oder Volleinspeisung? Bei Teileinspeisung verbrauchen Sie den Strom zuerst selbst und verkaufen nur den Überschuss – das ist zudem für die meisten Haushalte die bessere Wahl. Bei Volleinspeisung speisen Sie dagegen den gesamten Strom ein und erhalten die höhere Vergütung, müssen aber den gesamten Strom weiterhin aus dem Netz beziehen.

Achtung — EEG-Reform: Der Entwurf ist kein Gesetz. Die Bundesregierung hat einen Entwurf für ein neues EEG vorgelegt (Drucksache 21/7867 vom 7. September 2026). Die erste Lesung im Bundestag war am 24. September 2026, die Anhörung am 5. Oktober 2026. Nach Berichten vom 6. November 2026 wird die Entscheidung voraussichtlich erst im Dezember fallen — der Bundesrat könnte frühestens am 18. Dezember zustimmen, und auch das nur, wenn der Bundestag vorher entscheidet. Das ist eine Einschätzung, kein beschlossener Termin. Bis zu einem Beschluss gilt das EEG 2023, das bis zum 31. Dezember 2026 anwendbar ist. Rechnen Sie deshalb mit den Sätzen oben und nicht mit Werten aus dem Entwurf. Mehr zur Verzögerung und was sie für Ihre Planung bedeutet

5. Förderung für Solaranlagen: KfW und Steuern

  • KfW 442 (Zuschuss für PV + Speicher + Wallbox): geschlossen. Das Programm ist geschlossen; neue Anträge sind nicht möglich.
  • KfW 270 (Kredit): offen. Zinsgünstiger Kredit über einen Finanzierungspartner, bis zu 100 % der Investitionskosten. Vor Vertragsabschluss beantragen – siehe unten.
  • Steuern: Der Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer und die Einkommensteuerbefreiung sind zudem zwei unterschiedliche Regelungen – siehe unten.
  • Bundesländer: Länderprogramme sind regional unterschiedlich und ändern sich häufig – in Berlin gibt es zum Beispiel das Programm SolarPLUS. Prüfen Sie deshalb vor der Entscheidung die aktuellen Bedingungen des jeweiligen Programms.

KfW-Kredit 270

Der KfW-Kredit 270 kann unter anderem Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher finanzieren. Privatpersonen können den Kredit nutzen, wenn sie zumindest einen Teil des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz einspeisen oder verkaufen. Den Antrag stellen Sie über einen Finanzierungspartner, zum Beispiel Ihre Hausbank, bevor Sie einen rechtlich bindenden Kauf- oder Montagevertrag abschließen. Die konkreten Zinsen hängen von der KfW-Preisklasse und Ihrer Bank ab.

Steuern: Umsatzsteuer und Einkommensteuer sind zwei Regelungen

Der Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer und die Einkommensteuerbefreiung sind zwei unterschiedliche Regelungen. Für die Umsatzsteuer gilt § 12 Abs. 3 UStG: Begünstigt sind unter den gesetzlichen Voraussetzungen Photovoltaikmodule, wesentliche Komponenten, Speicher und die dazugehörige Installation auf oder in der Nähe begünstigter Gebäude. Die 30-kWp-Grenze ist eine gesetzliche Vereinfachung für die Gebäudevoraussetzung; sie ist nicht pauschal die einzige Grenze für jede Wohngebäudeanlage. Für die Einkommensteuer gilt § 3 Nr. 72 EStG mit eigenen Leistungsgrenzen von grundsätzlich 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt höchstens 100 kWp pro Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft. Prüfen Sie den Einzelfall steuerlich.

6. Lohnt sich eine Solaranlage? Amortisation und Ersparnis

Die Beispiele unten sind zudem vereinfachte Rechnungen für das erste Betriebsjahr. Sie enthalten keine Betriebskosten, keine Batterieverluste, keine Degradation (Leistungsverlust der Module über die Jahre), keinen Ersatz von Wechselrichter oder Speicher und keine Finanzierungskosten. Die einfache Amortisation (Investition geteilt durch Ertrag im ersten Jahr) ist dagegen keine Garantie und keine typische Amortisation – sie zeigt nur, wie sich die Annahmen auswirken.

Annahmen (Beispiel, keine Garantie): 10-kWp-Anlage, Jahresertrag ca. 10.000 kWh, Strompreis 35 Cent/kWh, Einspeisevergütung 7,70 Cent/kWh (Teileinspeisung, Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026). Der 10-kWp-Benchmark liegt bei etwa 14.100–14.300 € (Verbraucherzentrale NRW bzw. ADAC-Beispiel).

Ohne Speicher

  • Ersparnis durch Eigenverbrauch: 3.500 kWh × 0,35 € = 1.225 € pro Jahr
  • Vergütung für eingespeisten Strom: 6.500 kWh × 0,077 € = 500 € pro Jahr
  • Gesamtertrag pro Jahr: ca. 1.725 €
  • Amortisation: 14.100 € ÷ 1.725 € ≈ 8,2 Jahre; 14.300 € ÷ 1.725 € ≈ 8,3 Jahre – also ca. 8,2–8,3 Jahre

Mit Speicher (10 kWh)

  • Ersparnis durch Eigenverbrauch: 6.500 kWh × 0,35 € = 2.275 € pro Jahr
  • Vergütung für eingespeisten Strom: 3.500 kWh × 0,077 € = 270 € pro Jahr
  • Gesamtertrag pro Jahr: ca. 2.545 €
  • Amortisation (ADAC-Beispiel 20.300 €): 20.300 € ÷ 2.545 € ≈ 8,0 Jahre

Wichtig: 65 % Eigenverbrauch bei 10.000 kWh Erzeugung bedeuten zudem 6.500 kWh selbst verbrauchten Strom im Jahr. Das setzt voraus, dass der Haushalt mindestens 6.500 kWh im Jahr verbraucht – zum Beispiel mit Wärmepumpe oder E-Auto. Ein Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch kann dagegen nicht 6.500 kWh selbst verbrauchen; sein Eigenverbrauch ist entsprechend niedriger.

Verlängert der Speicher die Amortisation?

Insgesamt verlängert der Speicher die Amortisation in diesem Beispiel nicht um 2–4 Jahre. Die vereinfachte Amortisation liegt mit Speicher bei etwa 8,0 Jahren, ohne Speicher bei etwa 8,2–8,3 Jahren – also etwa gleich und bei hohem Eigenverbrauch sogar etwas kürzer. Das gilt zudem nur, wenn der Eigenverbrauch wirklich auf 65 % steigt. Steigt er nur auf 50 %, liegt der Ertrag bei 2.135 € pro Jahr (5.000 kWh × 0,35 € + 5.000 kWh × 0,077 €) und die Amortisation bei 20.300 € ÷ 2.135 € ≈ 9,5 Jahren – dann verlängert der Speicher zudem die Amortisation gegenüber PV ohne Speicher.

Mehrnutzen des Speichers (inkrementell, gegenüber PV ohne Speicher): Der Speicher kostet im ADAC-Beispiel zudem ca. 6.000 € mehr (20.300 € − 14.300 €) und bringt ca. 820 € mehr Ertrag pro Jahr (2.545 € − 1.725 €). Für den Speicher allein ergibt das eine vereinfachte Amortisation von ca. 7,3 Jahren (6.000 € ÷ 820 €). Nach dem reinen Batteriebenchmark der Verbraucherzentrale NRW (ca. 4.100 € für 10 kWh) wäre die Mehrinvestition dagegen niedriger.

Nach der Amortisation produziert die Anlage noch viele Jahre Strom – Module halten in der Regel 25 Jahre und länger; die Vergütung läuft 20 Jahre, danach kann der Strom weiter selbst verbraucht oder verkauft werden.

Was die Rechnung besser oder schlechter macht: Hoher Eigenverbrauch und hoher Strompreis verbessern sie zudem. Niedriger Eigenverbrauch, hohe Investitionskosten, Wechselrichter- und Speicherersatz sowie Finanzierungskosten verschlechtern sie dagegen.

7. Weitere Kosten: Wechselrichter, Montage, Zählerschrank und Dach

  • Wechselrichter: ca. 1.000–2.500 € je nach Größe; Austausch zudem nach 10–15 Jahren einplanen.
  • Gerüst und Montage: Bei schwierigen Dächern (steil, hoch, alt) zudem teurer; im Angebot sollte der gesamte Arbeitsaufwand enthalten sein.
  • Zählerschrank: Falls Ihr Zählerschrank alt ist, kann ein Umbau zudem 500–2.000 € kosten.
  • Anmeldung und Versicherung: Die Anmeldung im Marktstammdatenregister ist Pflicht. Eine Versicherung gegen Schäden wie Hagel oder Sturm ist dagegen optional.
  • Wartung und Reinigung: In der Regel kaum nötig; Reinigung zudem nur bei starker Verschmutzung (z. B. Baustellenstaub).

Kosten nach Dachtyp: Flachdach, Schrägdach und schwierige Dächer

Der kWp-Preis allein sagt noch nicht, was Ihre Anlage am Ende kostet. Das Dach entscheidet über Montageaufwand und Gerüstkosten. Ein Schrägdach ist meist 10–15 % günstiger als ein komplexes Dach; ein Flachdach braucht eine Aufständerung, damit die Module den richtigen Winkel bekommen. Teurer wird es bei steilen, hohen oder alten Dächern, bei Verschattung durch Bäume oder Nachbarhäuser oder wenn der Zählerschrank erneuert werden muss. Ein einfaches Rechenbeispiel pro Quadratmeter zeigt, wie Dachfläche und Anlagenpreis zusammenhängen. Die Montagekosten im Detail finden Sie im eigenen Artikel.

Kostenaufteilung am Beispiel: 10 kWp, ohne und mit Speicher

Die Übersicht zeigt zudem, wie sich die Kosten zusammensetzen. Sie ist eine einfache Visualisierung auf Basis der Benchmarks und Beispiele oben und kein Angebot.

PositionOhne SpeicherMit 10-kWh-Speicher (ADAC-Beispiel)
PV-Anlage (Module, Wechselrichter, Montage)ca. 14.100–14.300 €ca. 14.100–14.300 €
Stromspeicher 10 kWh–ca. 6.000 € Mehrpreis (reiner Batteriebenchmark ca. 4.100 €)
Zählerschrank / Elektrik (falls nötig)ca. 500–2.000 €ca. 500–2.000 €
Gerüst (falls nötig)ca. 500–2.000 €ca. 500–2.000 €
Gesamt ohne Zusatzarbeitenca. 14.100–14.300 €ca. 20.300 €
Gesamt mit Zählerschrank und Gerüst (Beispiel)ca. 15.100–18.300 €ca. 21.300–24.300 €

Alle Werte sind Richtwerte. Zählerschrank und Gerüst fallen dagegen nur an, wenn sie nötig sind. Im ADAC-Beispiel kostet der Speicher so viel mehr als der reine Batteriebenchmark, weil die Leistungsumfänge der Angebote sich unterscheiden – prüfen Sie deshalb im Angebot, was im Speicherpreis enthalten ist.

8. Angebote vergleichen: die Checkliste

Hausbesitzer vergleicht am Küchentisch mehrere Solaranlagen-Angebote, Laptop mit Balkendiagramm, Blick durchs Fenster auf ein Dach mit Solarmodulen
Holen Sie zudem 3–5 Angebote ein und vergleichen Sie den Preis pro kWp mit den Benchmarks — und prüfen Sie, was enthalten ist.

Holen Sie 3–5 Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur den Gesamtpreis:

  1. €/kWp zudem vergleichen — mit den Benchmarks aus Abschnitt 1, und prüfen, ob Speicher, Gerüst und Anmeldung enthalten sind.
  2. Module und Wechselrichter namentlich nennen lassen — Hersteller, Leistung, Garantiebedingungen.
  3. Ertragsprognose schriftlich — mit kWh pro Jahr, nicht nur „rechnet sich“.
  4. Speichergröße begründen lassen — warum genau 5 oder 10 kWh?
  5. Zahlungsplan prüfen — zudem keine 100 % Vorkasse; üblich sind Teilzahlungen nach Montage, nicht 100 % nach Anmeldung.
  6. KfW 270 zudem vor Vertragsabschluss klären, falls Sie den Kredit nutzen wollen (Antrag über einen Finanzierungspartner).
  7. Referenzen und Bewertungen des Installateurs zudem prüfen — und ob er nach der Montage erreichbar ist.

Mit dem Kostenrechner können Sie Ihre eigene Rechnung mit Ihren Preisen und Ihrem Verbrauch prüfen.

Warnzeichen: Druck („nur heute gültig“), keine schriftliche Ertragsprognose, KfW erst nach Vertragsabschluss, zudem kein Hinweis auf Zählerschrank oder Gerüst, keine Garantiebedingungen und keine Referenzen.

9. Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus?
Für ein typisches Einfamilienhaus (5–10 kWp) kosten die Anlagen nach den ADAC-Beispielen 2026 etwa 10.300–14.300 € ohne Speicher und etwa 13.300–20.300 € mit Speicher. Die Benchmarks der Verbraucherzentrale NRW liegen bei rund 10.450 € für 5 kWp und rund 14.100 € für 10 kWp (ohne Speicher).

Was kostet 1 kWp Solaranlage?
Der Preis je kWp hängt von der Anlagengröße ab. Die Verbraucherzentrale NRW (28. August 2026) nennt mittlere Preise von rund 2.090 €/kWp bei 4–6 kWp bis rund 1.010 €/kWp bei über 16 kWp. Ein einzelnes kWp ist deutlich teurer, weil Fixkosten wie Gerüst und Wechselrichter sich auf wenig Leistung verteilen.

Lohnt sich eine Solaranlage noch?
In den meisten Fällen ja — bei Eigenverbrauch, hohem Strompreis und passender Anlagengröße. Die vereinfachten Rechenbeispiele in Abschnitt 6 liegen bei etwa 8 Jahren; die tatsächliche Amortisation hängt stark vom Eigenverbrauch, den Strompreisen und den Ersatzkosten (Wechselrichter, Speicher) ab. Die EEG-Vergütung für Inbetriebnahmen vom 1. August bis 31. Dezember 2026 liegt bei Anlagen bis 10 kWp bei 7,70 Cent/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,22 Cent/kWh (Volleinspeisung).

Was kostet ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt kostet rund 400–900 €, je nach Modul, Wechselrichter und Halterung. Es ersetzt keine Dachanlage, senkt aber den Strombezug.

Muss ich die Einspeisevergütung versteuern?
Für kleine Anlagen gilt nach § 3 Nr. 72 EStG in der Regel die Einkommensteuerbefreiung (bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit, insgesamt höchstens 100 kWp pro Steuerpflichtigem); die Vergütung muss dann nicht versteuert werden. Der Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG) ist eine eigene Regelung. Prüfen Sie den Einzelfall steuerlich.

Ändert sich 2027 etwas?
Möglich, aber nicht beschlossen: Der EEG-Entwurf (Drucksache 21/7867) würde die Förderung ab 2027 ändern. Die erste Lesung war am 24. September 2026, die Anhörung am 5. Oktober 2026; Nach Berichten vom 6. November 2026 wird die Entscheidung voraussichtlich erst im Dezember fallen; das Gesetz ist noch nicht beschlossen.

Quellen (geprüft am 2026-11-08)

Hinweis (Disclaimer)

Alle Preise sind zudem Richtwerte, Benchmarks und Beispielangebote, keine verbindlichen Angebote. Preise und Konditionen können sich ändern. Prüfen Sie vor einer Entscheidung immer mehrere aktuelle Angebote und die Bedingungen des jeweiligen Anbieters.