Modernes Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Satteldach bei Tageslicht – Solaranlage Funktion, Aufbau, Arten und Kosten im Überblick Modernes Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Satteldach bei Tageslicht – Solaranlage Funktion, Aufbau, Arten und Kosten im Überblick

Solaranlage: Funktion, Aufbau, Arten und Kosten

Eine Solaranlage wandelt Sonnenlicht in nutzbare Energie für Ihr Zuhause um – in der Regel in Strom, bei einer solarthermischen Anlage in Wärme. Für die meisten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bedeutet „Solaranlage“ heute eine Photovoltaikanlage auf dem Dach: Solarmodule erzeugen Gleichstrom, ein Wechselrichter macht daraus Haushaltsstrom, und ein Stromspeicher kann den Strom für den Abend aufbewahren. Dieser Überblick erklärt Funktion, Aufbau, die wichtigsten Arten und die Kosten – und hilft Ihnen einzuschätzen, ob eine Anlage für Ihr Dach sinnvoll ist.

Stand: 07.11.2026 – Preise und Förderbedingungen ändern sich. Die genannten Beträge sind Richtwerte für typische Anlagen in Deutschland.

Diagramm: Sonnenlicht trifft auf die Solarmodule, der Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um, der Haushalt nutzt den Strom selbst oder speichert ihn
Vom Sonnenlicht zum Haushaltsstrom: Module erzeugen Gleichstrom, der Wechselrichter macht Wechselstrom daraus.

Was ist eine Solaranlage?

Eine Solaranlage ist eine technische Anlage, die Energie der Sonne nutzbar macht. Der Begriff ist ein Oberbegriff. Er umfasst zwei grundsätzlich verschiedene Techniken:

  • Photovoltaik (PV): erzeugt Strom aus Sonnenlicht.
  • Solarthermie: erzeugt Wärme aus Sonnenlicht, zum Beispiel für Heizung und Warmwasser.

Im Alltag wird „Solaranlage“ fast immer für die Photovoltaikanlage verwendet. Wenn Sie Angebote vergleichen, sollten Sie deshalb immer klären, ob es um Strom oder um Wärme geht. Eine PV-Anlage ersetzt keine Heizung, und eine Solarthermieanlage erzeugt keinen Strom. Beide Techniken lassen sich aber auf demselben Dach kombinieren.

Der wichtigste Unterschied auf einen Blick: Photovoltaik liefert Strom, den Sie im Haushalt verbrauchen, speichern oder ins öffentliche Netz einspeisen können. Solarthermie liefert Wärme, die direkt in den Heizkreislauf oder den Warmwasserspeicher geht. Für die Stromrechnung ist nur die Photovoltaik relevant.

Wie funktioniert eine Solaranlage?

Solarmodule auf einem Ziegeldach erzeugen bei Sonnenschein Gleichstrom
In den Solarzellen der Module entsteht durch den photovoltaischen Effekt Gleichstrom.

Die Funktion einer Photovoltaikanlage lässt sich in vier Schritten erklären:

  1. Sonnenlicht trifft auf die Solarmodule. In den Solarzellen entsteht durch den photovoltaischen Effekt Gleichstrom.
  2. Der Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Nur Wechselstrom können Haushaltsgeräte nutzen und das öffentliche Netz aufnehmen.
  3. Der Strom wird im Haus verbraucht oder gespeichert. Was Sie gerade nicht brauchen, lädt – falls vorhanden – den Stromspeicher oder fließt ins Netz.
  4. Ein Zähler misst Einspeisung und Bezug. Der Zweirichtungszähler erfasst, wie viel Strom Sie einspeisen und wie viel Strom Sie aus dem Netz beziehen.

Auch bei bewölktem Himmel erzeugen die Module Strom, nur deutlich weniger als bei direkter Sonne. Nachts erzeugen sie keinen Strom. Dann versorgt Sie – falls vorhanden – der Speicher, ansonsten das öffentliche Netz. Wie viel Strom eine Anlage im Jahr liefert, hängt vor allem von der Anlagengröße, der Ausrichtung und Neigung des Dachs, der Verschattung und dem Standort ab.

Der Aufbau einer Solaranlage im Überblick

Wechselrichter mit Display und Stromspeicher an der Wand eines Hauswirtschaftsraums
Der Wechselrichter ist das Herz der Anlage: Er wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um und überwacht die Anlage.

Eine komplette Photovoltaikanlage besteht aus mehr als den sichtbaren Modulen auf dem Dach. Die wichtigsten Komponenten sind:

KomponenteAufgabe
SolarmoduleWandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um
WechselrichterWandelt Gleichstrom in Wechselstrom um
MontagesystemBefestigt die Module sicher auf dem Dach
Stromspeicher (optional)Speichert überschüssigen Strom für später
ZählerMisst Einspeisung und Netzbezug
Verkabelung und SchutztechnikVerbindet die Komponenten sicher miteinander
Energiemanagementsystem (optional)Steuert Verbraucher, Speicher und – falls vorhanden – Wallbox

Die Module sitzen auf dem Dach oder, bei einem Flachdach, auf einer aufgeständerten Konstruktion. Der Wechselrichter hängt meist im Keller, im Hauswirtschaftsraum oder in der Garage – trocken, gut belüftet und gut erreichbar. Der Speicher steht in der Regel daneben. Alle Komponenten zusammen bilden ein System: Wenn eine Komponente schlecht geplant ist, leidet der Ertrag der ganzen Anlage.

Die Solarmodule

Solarmodule bestehen aus vielen Solarzellen, die in der Regel aus Silizium gefertigt sind. Ein typisches Modul für ein Wohnhausdach hat heute eine Leistung von etwa 400 bis 450 Wattpeak (Wp). Die Leistung eines Moduls allein sagt wenig aus: Entscheidend ist die Gesamtleistung der Anlage in Kilowattpeak (kWp), also die Summe aller Module.

Module gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen, zum Beispiel als Glas-Folie-Module oder als Glas-Glas-Module. Glas-Glas-Module gelten als besonders langlebig, sind aber meist etwas teurer. Für die meisten Einfamilienhäuser sind Standardmodule völlig ausreichend. Wichtiger als die Marke ist, dass Modul, Wechselrichter und Montagesystem aufeinander abgestimmt sind.

Der Wechselrichter

Der Wechselrichter ist das Herz der Anlage. Er wandelt den Gleichstrom der Module in Wechselstrom um und überwacht die Anlage. Viele Wechselrichter zeigen über eine App an, wie viel Strom die Anlage gerade erzeugt und wie viel Sie verbrauchen. Fällt der Wechselrichter aus, erzeugt die Anlage keinen nutzbaren Strom mehr – auch wenn die Module intakt sind.

Es gibt String-Wechselrichter, die mehrere Module in einer Reihe (einem „String“) gemeinsam regeln, und Mikrowechselrichter oder Leistungsoptimierer, die einzelne Module regeln. Letztere können bei Teilverschattung sinnvoll sein, erhöhen aber die Kosten. Welche Lösung passt, hängt vom Dach ab.

Der Stromspeicher

Ein Stromspeicher – meist ein Lithium-Ionen-Akku – speichert Strom, den Sie tagsüber nicht verbrauchen. Abends und nachts versorgt er dann den Haushalt. Ohne Speicher speisen Sie mittags viel Strom ein und kaufen abends Strom aus dem Netz. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch deutlich: Ein größerer Teil des selbst erzeugten Stroms wird im eigenen Haus genutzt.

Ein Speicher lohnt sich vor allem dann, wenn Sie abends und nachts viel Strom verbrauchen und die Anlage tagsüber mehr erzeugt, als Sie direkt nutzen. Er erhöht die Investitionskosten spürbar, macht Sie aber unabhängiger vom Strompreis. Die Speichergröße sollte zum Verbrauch und zur Anlagengröße passen – ein zu großer Speicher, der selten voll wird, rechnet sich nicht.

Welche Arten von Solaranlagen gibt es?

Einfamilienhaus mit Solarmodulen auf dem Dach und kleinem Balkonkraftwerk am Balkon
Vom Schrägdach über das Flachdach bis zum Balkonkraftwerk: Nicht jede Solaranlage sieht gleich aus.

Nicht jede Solaranlage sieht gleich aus. Die wichtigsten Arten im Überblick:

Photovoltaikanlage auf dem Schrägdach

Die klassische Lösung für Einfamilienhäuser. Die Module werden parallel zur Dachfläche montiert. Ausrichtung und Neigung sind durch das Dach vorgegeben. Eine Südausrichtung mit etwa 30 Grad Neigung gilt als ideal, aber auch Ost- und Westdächer liefern gute Erträge – oft mit dem Vorteil, dass der Strom morgens und abends anfällt, wenn er im Haushalt gebraucht wird.

Photovoltaikanlage auf dem Flachdach

Auf Flachdächern werden die Module aufgeständert, meist mit einer Neigung von etwa 10 bis 15 Grad. So lässt sich die Ausrichtung frei wählen, und die Module lassen sich gut warten. Die Aufständerung braucht eine statisch geeignete Unterkonstruktion und eine Windsicherung.

Balkonkraftwerk

Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine steckerfertige PV-Anlage, meist mit ein oder zwei Modulen und einem Wechselrichter, die Sie an eine Steckdose anschließen. Sie erzeugt Strom für den eigenen Haushalt und senkt den Netzbezug. Sie ersetzt keine Dachanlage, ist aber ein einfacher Einstieg – besonders für Mieterinnen und Mieter oder für Haushalte mit kleinem Stromverbrauch. Auch ein Balkonkraftwerk muss im Marktstammdatenregister registriert werden.

Inselanlage

Eine Inselanlage ist nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden. Sie versorgt zum Beispiel Gartenhäuser, Wohnmobile oder abgelegene Gebäude. Der Strom wird in der Regel in einem Speicher zwischengespeichert. Für ein normales Wohnhaus mit Netzanschluss ist eine Inselanlage in der Regel nicht sinnvoll.

Solarthermieanlage

Eine Solarthermieanlage erzeugt Wärme statt Strom. Kollektoren auf dem Dach erwärmen eine Flüssigkeit, die die Wärme in einen Speicher überträgt. Die Wärme unterstützt die Warmwasserbereitung und – bei größeren Anlagen – die Heizung. Solarthermie ist eine eigene Technik und sollte nicht mit Photovoltaik verwechselt werden.

Hybrid- und Kombianlagen

Hybridmodule (PVT-Kollektoren) erzeugen Strom und Wärme zugleich. Außerdem lassen sich Photovoltaik und Solarthermie auf einem Dach kombinieren. Solche Lösungen sind technisch interessant, aber teurer und planungsaufwendiger. Für die meisten Haushalte ist eine reine Photovoltaikanlage – gegebenenfalls mit Speicher – die einfachere und wirtschaftlichere Wahl.

Was kostet eine Solaranlage?

Zwei Monteure montieren Solarmodule auf einem Ziegeldach
Die Montage gehört zum Angebot dazu: Module, Wechselrichter, Speicher, Elektroarbeiten, Anmeldung und Gerüst.

Die Kosten hängen von der Anlagengröße, der Dachform, dem Speicher und den Montagebedingungen ab. Als grobe Orientierung gelten folgende Richtwerte für typische Anlagen auf Einfamilienhäusern, Stand: 07.11.2026:

AnlageOhne SpeicherMit Speicher
5 kWp7.000 bis 8.500 Euro10.500 bis 13.500 Euro (5 kWh Speicher)
10 kWp12.000 bis 14.500 Euro16.000 bis 21.000 Euro (10 kWh Speicher)

Pro Kilowattpeak (kWp) liegen die Kosten für eine komplette Anlage in der Regel bei etwa 1.000 bis 1.700 Euro. Kleinere Anlagen sind pro kWp meist teurer als größere, weil Fixkosten wie Gerüst, Wechselrichter und Anmeldung auf weniger Leistung verteilt werden. Ein Speicher, ein aufwendiges Dach oder eine Teilverschattung, die Leistungsoptimierer erfordert, erhöhen den Preis.

Zu den genannten Preisen kommen gegebenenfalls Kosten für einen neuen Zählerschrank oder eine Dachsanierung hinzu. Lassen Sie sich deshalb immer ein Angebot erstellen, das alle Positionen enthält – Module, Wechselrichter, Montage, Speicher, Elektroarbeiten, Anmeldung und Gerüst. Vergleichen Sie mindestens zwei bis drei Angebote und achten Sie darauf, dass die Angebote dieselben Leistungen enthalten. Eine ausführliche Kostenübersicht finden Sie im Artikel Solaranlage Kosten: Was kostet eine Solaranlage wirklich?

Was bringt eine Solaranlage ein?

Eine Solaranlage spart Stromkosten durch Eigenverbrauch und bringt eine Vergütung für den eingespeisten Strom. Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme und von der Art der Einspeisung ab. Für Anlagen bis 10 kWp, die zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb genommen werden, liegt die Vergütung bei 7,70 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung und bei 12,22 Cent pro Kilowattstunde bei Volleinspeisung (Stand: 07.11.2026). Die genauen Sätze veröffentlicht die Bundesnetzagentur.

Wichtiger als die Einspeisevergütung ist in der Regel der Eigenverbrauch: Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, müssen Sie nicht aus dem Netz kaufen. Deshalb lohnt es sich, den Verbrauch – zum Beispiel Waschmaschine, Geschirrspüler oder das Laden eines Elektroautos – möglichst in die Sonnenstunden zu legen oder mit einem Speicher und einem Energiemanagementsystem zu steuern.

Förderung und rechtliche Grundlagen

Für Photovoltaikanlagen gibt es keine bundesweite Kaufprämie mehr, aber mehrere finanzielle Vorteile:

  • 0 Prozent Umsatzsteuer: Für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden gilt der Nullsteuersatz. Sie zahlen auf Anlage und Montage keine Umsatzsteuer.
  • KfW-Kredit 270: Die KfW fördert Photovoltaikanlagen mit einem zinsgünstigen Kredit über Ihre Hausbank. Wichtig: Den Kredit müssen Sie beantragen, bevor Sie den Auftrag unterschreiben. Das KfW-Programm 442 für private Ladeinfrastruktur in Kombination mit Photovoltaik ist dagegen geschlossen.
  • Einspeisevergütung nach EEG: Für eingespeisten Strom erhalten Sie über 20 Jahre eine Vergütung. Die Höhe hängt vom Inbetriebnahmezeitpunkt ab.
  • Regionale Förderung: Einige Bundesländer, Städte und Gemeinden fördern Photovoltaik oder Speicher zusätzlich. Fragen Sie bei Ihrer Kommune nach.

Rechtlich müssen Sie eine Photovoltaikanlage beim Netzbetreiber anmelden und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registrieren. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der Installationsbetrieb. Eine Baugenehmigung ist für eine übliche Dachanlage auf einem Wohnhaus in den meisten Bundesländern nicht nötig – bei denkmalgeschützten Gebäuden oder in besonderen Fällen gelten Ausnahmen.

Für wen lohnt sich eine Solaranlage?

Eine Solaranlage lohnt sich in der Regel für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer mit einem geeigneten Dach und einem Stromverbrauch, der einen guten Teil des erzeugten Stroms direkt nutzen kann. Gute Voraussetzungen sind:

  • ein Dach mit wenig Verschattung und ausreichender Restlebensdauer,
  • eine Südausrichtung oder eine Ost-West-Ausrichtung,
  • ein Jahresstromverbrauch von mindestens etwa 3.000 Kilowattstunden,
  • die Möglichkeit, Strom tagsüber zu verbrauchen oder zu speichern.

Weniger geeignet ist eine Anlage, wenn das Dach stark verschattet ist, in absehbarer Zeit saniert werden muss oder statisch nicht trägt. Auch ein sehr geringer Stromverbrauch kann die Wirtschaftlichkeit verschlechtern. In solchen Fällen kann ein Balkonkraftwerk eine sinnvolle Alternative sein.

Planung in Kürze

Die Planung einer Solaranlage läuft in der Regel in diesen Schritten ab:

  1. Stromverbrauch und Dach prüfen.
  2. Anlagengröße und Speicherbedarf festlegen.
  3. Angebote von mehreren Fachbetrieben einholen und vergleichen.
  4. Förderung – zum Beispiel den KfW-Kredit 270 – vor Vertragsabschluss beantragen.
  5. Auftrag erteilen, Anlage montieren und anschließen lassen.
  6. Anlage beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister anmelden.
  7. Ertrag und Eigenverbrauch regelmäßig prüfen.

Nehmen Sie sich für die Angebotsphase Zeit. Ein seriöser Fachbetrieb besichtigt das Dach, prüft die Statik und den Zählerschrank und erstellt ein Angebot mit einer Ertragsprognose. Angebote ohne Dachbesichtigung sollten Sie kritisch prüfen.

Solaranlage, Wärmepumpe und Elektroauto: Eine sinnvolle Kombination?

Eine Photovoltaikanlage wird noch wertvoller, wenn Sie den Strom für weitere Verbraucher nutzen. Die beiden häufigsten Kombinationen sind die Wärmepumpe und das Elektroauto. Eine Wärmepumpe nutzt Strom, um Wärme für Heizung und Warmwasser zu erzeugen. Wenn sie tagsüber mit Solarstrom läuft, sinken die Heizkosten, und der Eigenverbrauch steigt. Das funktioniert besonders gut in der Übergangszeit und im Sommer, wenn die Anlage viel Strom erzeugt und die Wärmepumpe Warmwasser bereitet.

Ähnlich ist es beim Elektroauto: Wenn das Auto tagsüber zu Hause steht und über eine Wallbox mit Solarstrom lädt, ersetzen Sie teuren Netzstrom oder Ladestrom an öffentlichen Säulen durch eigenen Solarstrom. Voraussetzung ist, dass das Auto in den Sonnenstunden lädt oder dass ein Speicher und ein Energiemanagementsystem das Laden steuern. Beide Kombinationen erhöhen den Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage. Sie sind aber keine Voraussetzung: Eine Photovoltaikanlage lohnt sich auch ohne Wärmepumpe und ohne Elektroauto, solange Dach und Verbrauch passen.

Häufige Fragen

Brauche ich für eine Solaranlage eine Genehmigung?

Für eine übliche Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Wohnhauses ist in den meisten Bundesländern keine Baugenehmigung nötig. Ausnahmen gibt es unter anderem bei denkmalgeschützten Gebäuden. Die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Registrierung im Marktstammdatenregister sind dagegen immer Pflicht.

Erzeugt eine Solaranlage auch im Winter Strom?

Ja, auch im Winter erzeugen die Module Strom – aber deutlich weniger als im Sommer. Die Tage sind kürzer, die Sonne steht tiefer, und Schnee kann die Module vorübergehend bedecken. Der Jahresertrag wird deshalb über das ganze Jahr betrachtet, nicht über einen einzelnen Monat.

Wie lange hält eine Solaranlage?

Solarmodule haben in der Regel eine Lebensdauer von 25 Jahren und mehr. Die Hersteller geben meist eine Leistungsgarantie über 25 Jahre. Wechselrichter müssen dagegen oft nach etwa 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden. Ein Speicher hält je nach Nutzung und Technik in der Regel etwa 10 bis 15 Jahre.

Kann ich mit einer Solaranlage Stromausfälle überbrücken?

Eine normale netzgekoppelte Anlage schaltet sich bei einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen ab. Nur Anlagen mit einer speziellen Notstromfunktion und einem geeigneten Speicher können bei einem Ausfall ausgewählte Verbraucher weiter versorgen. Eine Notstromfunktion muss bei der Planung ausdrücklich vorgesehen werden und erhöht die Kosten.

Fazit

Eine Solaranlage – in der Regel eine Photovoltaikanlage – wandelt Sonnenlicht in Strom um, senkt die Stromrechnung und macht unabhängiger vom Strompreis. Entscheidend für den Erfolg sind ein geeignetes Dach, eine passende Anlagengröße, ein fairer Preis und eine sorgfältige Planung. Wer Angebote vergleicht, die Förderung vor Vertragsabschluss klärt und die Anlage ordnungsgemäß anmeldet, schafft die Grundlage für viele Jahre eigenen Solarstrom.

Quellen