Mit diesem Solaranlage-Kostenrechner können Sie eine erste Wirtschaftlichkeitsschätzung für Ihre Photovoltaikanlage erstellen. Geben Sie die geplante Anlagenleistung, den erwarteten Jahresertrag, Ihren Strompreis, Ihren Eigenverbrauch und den Angebotspreis ein. Optional können Sie einen Batteriespeicher ergänzen. Der Rechner schätzt daraus den selbst genutzten Solarstrom, die Einspeisung, die jährliche Stromkostenersparnis und die einfache Amortisationszeit. Das Ergebnis ist eine Orientierung und ersetzt weder eine individuelle Ertragsprognose noch ein vollständiges Angebot eines Fachbetriebs.
Solaranlage-Kostenrechner
Alle Eingaben können Sie anpassen – das Ergebnis aktualisiert sich sofort. Voreingestellt sind Beispielwerte für eine 10-kWp-Anlage (Angebotspreis 14.300 Euro nach ADAC 2026, inklusive Installation, ohne Förderung).
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil typischerweise bei etwa 25 bis 35 Prozent, mit Speicher kann er deutlich höher liegen. Der Rechner begrenzt den Eigenverbrauch auf Ihren Jahresverbrauch und den Jahresertrag.
Die Vergütungssätze gelten für Dachanlagen mit Inbetriebnahme vom 01.08. bis 31.12.2026 (Bundesnetzagentur). Bei Volleinspeisung wird der gesamte Ertrag eingespeist; der Eigenverbrauch ist dann null.
Zum Beispiel Versicherung, Wartung und Zählerkosten.
Für den Vergleich ohne Speicher: Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typischerweise bei etwa 25 bis 35 Prozent. Der Rechner zeigt den zusätzlichen Nutzen des Speichers gegenüber einer Anlage ohne Speicher.
Stand: 08.11.2026
Der Rechner nutzt die Methode aus vier Schritten, die wir unten erklären: Investitionskosten ermitteln, Jahresertrag schätzen, jährliche Ersparnis und Einnahmen berechnen und daraus die Amortisationszeit ableiten. Dieser Artikel erklärt die Rechenmethode Schritt für Schritt, damit Sie jede Annahme prüfen und anpassen können.

Die vier Schritte im Überblick
| Schritt | Was Sie brauchen | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1. Investition | Gesamtpreis aus dem Angebot | Investitionskosten in Euro |
| 2. Jahresertrag | Anlagenleistung und spezifischer Ertrag | Jahresertrag in kWh |
| 3. Nutzen | Eigenverbrauch, Strompreis, Einspeisevergütung, Betriebskosten | Jährlicher Netto-Nutzen in Euro |
| 4. Amortisation | Investition geteilt durch jährlichen Netto-Nutzen | Amortisationszeit in Jahren |
Jeder Schritt hängt vom vorherigen ab. Wer bei Schritt 2 zu optimistisch rechnet, überschätzt auch die Ersparnis und rechnet eine zu kurze Amortisationszeit. Prüfen Sie deshalb jede Annahme einzeln und rechnen Sie lieber mit mehreren Annahmen.
Schritt 1: Die Investitionskosten ermitteln

Die Investition ist der Gesamtpreis der Anlage aus dem Angebot – inklusive Module, Wechselrichter, Montage, Elektroarbeiten und Gerüst. Wenn Sie die Anlage finanzieren, kommen Zinsen hinzu, die in der einfachen Amortisationsrechnung nicht enthalten sind.
Als Orientierung: Nach Beispielen des ADAC (2026, inklusive Installation, ohne Förderung) kostet eine 5-kWp-Anlage mit einem 5-kWh-Speicher etwa 13.300 Euro, eine 5-kWp-Anlage ohne Speicher etwa 10.300 Euro. Eine 10-kWp-Anlage kostet etwa 14.300 Euro ohne Speicher und etwa 20.300 Euro mit einem 10-kWh-Speicher. Die Verbraucherzentrale NRW nennt in ihrer Auswertung von 71 Angeboten (28. August 2026) mittlere Preise von 2.090 Euro pro kWp für 4 bis 6 kWp und 1.410 Euro pro kWp für mehr als 9 bis 10 kWp. Die Werte sind ein Preisindex und keine verbindlichen aktuellen Angebote – vergleichen Sie deshalb immer den Gesamtpreis und den enthaltenen Leistungsumfang Ihres eigenen Angebots.
Wichtig: Rechnen Sie auch Folgekosten ein. Der Wechselrichter muss in der Regel nach etwa 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden. Auch eine Batterie hat eine erwartete Nutzungsdauer von etwa 10 bis 15 Jahren. Diese Ersatzinvestitionen und mögliche Zähler- und Versicherungskosten gehören in eine langfristige Rechnung; die einfache Amortisation oben enthält sie nicht. Mehr zur Gesamtkalkulation für eine Solaranlage mit Speicher finden Sie in einem eigenen Artikel.
Schritt 2: Den Jahresertrag schätzen

Der Jahresertrag hängt von der Anlagengröße, der Ausrichtung, der Neigung, der Verschattung und dem Wetter ab. Die Faustregel lautet: Jahresertrag (kWh) = Anlagenleistung (kWp) × spezifischer Ertrag (kWh pro kWp). Der spezifische Ertrag liegt in Deutschland oft bei etwa 850 bis 1.050 kWh pro kWp und Jahr.
Verlassen Sie sich nicht nur auf diese Faustregel: Lassen Sie sich vom Fachbetrieb eine Ertragsprognose geben und prüfen Sie, welche Annahmen dahinterstehen.
Schritt 3: Ersparnis und Einnahmen berechnen

Der jährliche Nutzen einer Anlage setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
1. Ersparnis durch Eigenverbrauch: Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie selbst verbrauchen, müssen Sie nicht aus dem Netz kaufen. Der eingesparte Betrag ist: Eigenverbrauch (kWh) × Strompreis (Euro pro kWh).
2. Einnahmen durch Einspeisung: Den Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen, speisen Sie ins Netz ein und erhalten dafür die Einspeisevergütung. Bei der Teileinspeisung erhalten Sie für eine Inbetriebnahme vom 01.08. bis 31.12.2026 bis 10 kW 7,70 ct/kWh und bei Volleinspeisung 12,22 ct/kWh (Stand: 08.11.2026). Die genauen Sätze veröffentlicht die Bundesnetzagentur.
Wichtig: Der selbst genutzte Solarstrom (Eigenverbrauch) kann nie höher sein als Ihr Jahresverbrauch im Haushalt und nie höher als der Jahresertrag der Anlage. Bei einem Speicher kommen Verluste hinzu: Ein Teil des gespeicherten Stroms geht beim Laden und Entladen verloren. Deshalb begrenzt der Kostenrechner oben den Eigenverbrauch auf Ihren Jahresverbrauch und den Jahresertrag.
Die Formel lautet:
Jährlicher Netto-Nutzen = (Eigenverbrauch in kWh × Strompreis in Euro) + (Einspeisung in kWh × Einspeisevergütung in Euro) − Betriebskosten pro Jahr in Euro. Die Einspeisung ergibt sich aus: Jahresertrag − Eigenverbrauch − Verluste, soweit sie nicht bereits im Eigenverbrauch berücksichtigt sind.
Schritt 4: Die Amortisationszeit berechnen

Die Amortisationszeit sagt, nach wie vielen Jahren die Anlage ihre Investition durch Ersparnis und Einnahmen wieder einspielt. Sie ist eine einfache, vereinfachte Kennzahl: Sie berücksichtigt keine Preissteigerungen, keine Finanzierungskosten und keine Ersatzinvestitionen.
Einfache Amortisationszeit in Jahren = Investition in Euro geteilt durch jährlichen Netto-Nutzen in Euro
Beachten Sie: Diese einfache Rechnung berücksichtigt keine Strompreissteigerungen, keine Folgekosten wie Wechselrichter- oder Batterieaustausch, keine Degradation der Module und keine Finanzierungskosten. Eine langfristige Wirtschaftlichkeitsrechnung muss diese Punkte zusätzlich berücksichtigen. Nutzen Sie den Rechner oben, um die Annahmen zu variieren: einmal vorsichtig, einmal realistisch, einmal optimistisch.
Rechenbeispiel: Wo finden Sie ein durchgerechnetes Beispiel?
Ein vollständig durchgerechnetes Beispiel für eine 10-kWp-Anlage finden Sie im Artikel Solaranlage Kosten: Was kostet eine Solaranlage wirklich?. Dort sind Investition, Ertrag, Eigenverbrauch, Einspeisung und Amortisation mit konkreten Zahlen aufgeschlüsselt. Nutzen Sie zusätzlich den Rechner oben auf dieser Seite, um dieselbe Rechnung mit Ihren eigenen Angebots- und Verbrauchswerten durchzuführen: Der Rechner ersetzt die festen Beispielzahlen durch Ihre Eingaben und begrenzt den Eigenverbrauch automatisch auf Ihren Jahresverbrauch.
Welche Annahmen sind am wichtigsten?
Drei Annahmen haben den größten Einfluss auf das Ergebnis:
- Der Strompreis: Je höher Ihr Strompreis, desto wertvoller ist jede selbst verbrauchte Kilowattstunde. Ein hoher Strompreis verkürzt die Amortisationszeit, ein niedriger verlängert sie.
- Der Eigenverbrauch: Er hängt davon ab, ob Sie tagsüber zu Hause sind, ob Sie Verbraucher wie Waschmaschine oder Spülmaschine tagsüber laufen lassen und ob Sie einen Speicher haben. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch oft deutlich niedriger als mit Speicher.
- Der Ertrag: Er hängt von Dach, Ausrichtung und Wetter ab. Eine zu optimistische Ertragsannahme führt zu einer zu kurzen Amortisationszeit.
Förderung in der Rechnung
Die Förderung verändert die Rechnung auf zwei Wegen. Erstens: Der KfW-Kredit 270 ist ein zinsgünstiger Kredit für Photovoltaikanlagen und Speicher. Er wird über einen Finanzierungspartner beantragt – vor Abschluss eines verbindlichen Vertrags. Private Antragsteller müssen mindestens einen Teil des erzeugten Stroms ins Netz einspeisen oder verkaufen. Das KfW-Programm 442 ist dagegen geschlossen. Zweitens: Der Nullsteuersatz von 0 Prozent Umsatzsteuer gilt für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf oder an Wohngebäuden, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind (Stand: 08.11.2026).
Regionale Förderprogramme können zusätzlich bestehen. Sie ändern sich häufig; informieren Sie sich vor der Entscheidung beim Land oder bei der Kommune.
Häufige Fragen
Brauche ich einen interaktiven Kostenrechner?
Nein, nicht zwingend – aber er hilft. Der Rechner oben auf dieser Seite setzt genau die Methode dieses Artikels um: Geben Sie Ihre eigenen Werte ein und prüfen Sie, wie sich Ertrag, Eigenverbrauch, Speicher und Strompreis auf die Amortisation auswirken. Prüfen Sie jede Annahme einzeln, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Wie genau ist die Amortisationsrechnung?
Sie ist eine Schätzung, keine Garantie. Ertrag, Strompreis und Eigenverbrauch ändern sich über die Jahre. Die Rechnung zeigt, ob sich eine Anlage unter Ihren Annahmen rechnen kann – nicht, dass sie sich mit Sicherheit rechnet.
Sollte ich die Rechnung über 20 oder 25 Jahre aufstellen?
Die Einspeisevergütung wird über 20 Jahre gezahlt, Module halten in der Regel 25 Jahre und länger. Für eine langfristige Rechnung sollten Sie deshalb auch Folgekosten berücksichtigen: Der Wechselrichter muss nach etwa 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden, eine Batterie ebenfalls. Diese Kosten gehören in die Rechnung, wenn Sie über die gesamte Lebensdauer planen.
Was ist der größte Fehler bei der Berechnung?
Der häufigste Fehler ist ein zu hoch angesetzter Eigenverbrauch oder Ertrag. Beides schönt die Rechnung. Der Eigenverbrauch kann nicht höher sein als Ihr Jahresverbrauch und nicht höher als der Jahresertrag. Prüfen Sie außerdem, ob Betriebskosten, Speicherverluste und Ersatzinvestitionen berücksichtigt sind.
Fazit
Eine Solaranlage lässt sich mit vier Schritten berechnen: Investition ermitteln, Jahresertrag schätzen, jährlichen Netto-Nutzen aus Eigenverbrauch und Einspeisung abzüglich Betriebskosten ermitteln und daraus die einfache Amortisation ableiten. Der Rechner oben auf dieser Seite hilft Ihnen dabei, die Rechnung mit Ihren eigenen Zahlen durchzuführen. Wenn Sie die Rechnung mit Ihren eigenen Zahlen durchrechnen, wissen Sie besser, ob sich eine Solaranlage für Sie lohnt.
Quellen
- Bundesnetzagentur – EEG-Förderung: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/ErneuerbareEnergien/EEG_Foerderung/start.html
- Verbraucherzentrale – Erneuerbare Energien: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/erneuerbare-energien
- KfW – Erneuerbare Energien Standard (270): https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Energie-Umwelt/F%C3%B6rderprodukte/Erneuerbare-Energien-Standard-(270)/
- Marktstammdatenregister: https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR