Hölzerner Solarcarport mit Solarmodulen auf dem Dach und einem Elektroauto beim Laden im Morgenlicht – Solaranlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus, Kosten im Vergleich Hölzerner Solarcarport mit Solarmodulen auf dem Dach und einem Elektroauto beim Laden im Morgenlicht – Solaranlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus, Kosten im Vergleich

Solaranlage mit Speicher im Einfamilienhaus: Kosten

Welche Solaranlage mit Speicher passt zu einem Einfamilienhaus? Der Vergleich zeigt Kosten und Wirtschaftlichkeit für unterschiedliche Haushaltsgrößen und Verbrauchsprofile.

Was kostet eine Solaranlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus? Außerdem liegen die Kosten für ein typisches Einfamilienhaus bei etwa 13.800 bis 15.300 Euro für eine 5-kWp-Anlage mit 5-kWh-Speicher und bei etwa 18.300 bis 20.800 Euro für eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher. Gleichzeitig sind dieselben Anlagen ohne Speicher deutlich günstiger: etwa 10.300 Euro beziehungsweise 14.300 Euro. Der Vergleich zeigt: Der Speicher kostet mehrere tausend Euro extra – und lohnt sich nur, wenn Ihr Haushalt den gespeicherten Strom auch wirklich nutzt. Deshalb vergleicht dieser Artikel die Varianten für typische Einfamilienhäuser.

Stand: 08.11.2026

Der Vergleich im Überblick

VarianteKostenEigenverbrauch (grobe Orientierung)Für wen geeignet?
5 kWp ohne Speicheretwa 10.300 Euroetwa 30 bis 40 ProzentKleiner Haushalt, viel Verbrauch tagsüber
5 kWp mit 5-kWh-Speicher13.800 bis 15.300 Euroetwa 60 bis 80 ProzentKleiner Haushalt, viel Verbrauch abends
10 kWp ohne Speicheretwa 14.300 Euroetwa 30 bis 40 ProzentGrößerer Haushalt, viel Verbrauch tagsüber
10 kWp mit 10-kWh-Speicher18.300 bis 20.800 Euroetwa 60 bis 80 ProzentGrößerer Haushalt, viel Verbrauch abends

Zudem sind alle Preise Komplettpreise inklusive Montage. Außerdem gilt für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden der Nullsteuersatz von 0 Prozent Umsatzsteuer. Der Aufpreis für den Speicher umfasst Speicher, gegebenenfalls einen Hybrid-Wechselrichter und die Installation. Gleichzeitig hängt die genaue Summe von Speichergröße, Hersteller und Wechselrichter ab.

Drei typische Einfamilienhäuser im Vergleich

Diagramm: Drei typische Einfamilienhäuser im Vergleich – Haushalt A zwei Personen mit 3.000 kWh und 5 kWp für etwa 10.300 Euro, Haushalt B vier Personen mit 5.000 kWh und 10 kWp mit 10 kWh für 18.300 bis 20.800 Euro, Haushalt C vier Personen mit Elektroauto mit 7.000 kWh und 10 kWp mit 10 kWh für 18.300 bis 20.800 Euro
Drei Haushalte, drei passende Anlagen: Deshalb lohnt sich ein Speicher nur, wenn der Haushalt den gespeicherten Strom abends und nachts auch wirklich verbraucht.

Haushalt A: Zwei Personen, tagsüber zu Hause

Paar arbeitet tagsüber im Homeoffice an zwei Laptops am Esstisch, helles Wohnzimmer, Solarmodule auf dem Nachbardach durch das Fenster sichtbar
Zudem verbraucht Haushalt A etwa 3.000 kWh im Jahr, viel davon tagsüber – der Eigenverbrauch ist auch ohne Speicher relativ hoch.

Ein Paar arbeitet im Homeoffice und verbraucht etwa 3.000 kWh Strom im Jahr, viel davon tagsüber. Eine 5-kWp-Anlage ohne Speicher für etwa 10.300 Euro erzeugt im Jahr grob 4.000 bis 5.500 kWh. Zudem verbraucht das Paar tagsüber viel Strom, deshalb ist der Eigenverbrauch auch ohne Speicher relativ hoch. Ein zusätzlicher Speicher bringt hier nur wenig mehr Eigenverbrauch – die Mehrkosten von etwa 3.500 bis 5.000 Euro rechnen sich hier nur schwer.

Haushalt B: Vier Personen, tagsüber außer Haus

Familie mit zwei Kindern kocht am Abend gemeinsam in einer warm beleuchteten Küche, Töpfe auf dem Herd, Gemüse auf der Arbeitsplatte
Gleichzeitig verbraucht Haushalt B etwa 5.000 kWh im Jahr, der Abendverbrauch ist hoch – mit einem 10-kWh-Speicher steht der Mittagsstrom abends zur Verfügung.

Eine Familie mit zwei Kindern verbraucht etwa 5.000 kWh im Jahr, die meisten sind tagsüber in Schule und Arbeit. Zudem kocht, wäscht und sieht die Familie abends fern – der Abendverbrauch ist hoch. Eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher für etwa 13.000 Euro erzeugt grob 8.000 bis 11.000 kWh, aber die Familie speist einen großen Teil davon mittags ein, wenn niemand zu Hause ist. Mit einem 10-kWh-Speicher für insgesamt etwa 18.000 Euro steigt der Eigenverbrauch deutlich: Der Mittagsstrom steht abends zur Verfügung. Deshalb kann sich der Speicher hier lohnen – vorausgesetzt, der Abendverbrauch ist tatsächlich hoch genug.

Haushalt C: Vier Personen mit Elektroauto

Elektroauto lädt am Abend an einer Wallbox auf der Einfahrt eines Einfamilienhauses mit Solaranlage auf dem Dach, warme Fenster, blauer Abendhimmel
Außerdem verbraucht Haushalt C mit Elektroauto etwa 7.000 kWh im Jahr – eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für 18.300 bis 20.800 Euro ist hier eine sinnvolle Kombination.

Eine Familie lädt abends ein Elektroauto und verbraucht insgesamt etwa 7.000 kWh im Jahr. Gleichzeitig ist eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher hier eine sinnvolle Kombination: Der Speicher deckt einen Teil des Abendverbrauchs, und die Familie kann das Elektroauto – je nach Lademanagement – auch tagsüber mit Solarstrom laden. Zudem ist die Investition mit etwa 18.300 bis 20.800 Euro hoch, aber die Ersparnis ist ebenfalls hoch, weil die Familie viel eigenen Strom selbst verbraucht. Fragen Sie außerdem Ihren Fachbetrieb nach einer Verbrauchs- und Ertragsprognose, die das Elektroauto berücksichtigt.

HaushaltJahresverbrauchAnlage + SpeicherBewertung
A: Zwei Personen, tagsüber zu Hauseetwa 3.000 kWh5 kWp, 5-kWh-Speicher (optional)Speicher rechnet sich hier nur schwer
B: Vier Personen, tagsüber außer Hausetwa 5.000 kWh10 kWp, 10-kWh-SpeicherSpeicher kann sich lohnen, wenn der Abendverbrauch hoch ist
C: Vier Personen mit Elektroautoetwa 7.000 kWh10 kWp, 10-kWh-SpeicherSinnvolle Kombination, hohe Ersparnis möglich

Was der Speicher kostet – und was er bringt

Der Speicheraufpreis liegt bei etwa 3.500 bis 5.000 Euro für 5 kWh und bei etwa 4.000 bis 6.500 Euro für 10 kWh. Der Nutzen ist die zusätzliche Ersparnis: Jede Kilowattstunde, die Sie durch den Speicher zusätzlich selbst verbrauchen, müssen Sie nicht aus dem Netz kaufen. Gleichzeitig entgeht Ihnen die Einspeisevergütung für diese Kilowattstunde. Für Anlagen bis 10 kWp, die zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember 2026 in Betrieb genommen werden, liegt die Einspeisevergütung bei 7,70 Cent pro kWh bei Teileinspeisung und bei 12,22 Cent pro kWh bei Volleinspeisung. Zudem veröffentlicht die Bundesnetzagentur die genauen Sätze.

Das Rechenbeispiel mit 2.000 kWh zusätzlichem Eigenverbrauch setzt einen Haushalt voraus, dessen jährlicher Strombedarf hoch genug ist. Gleichzeitig nutzen Sie bei einer 10-kWp-Anlage mit 9.500 kWh Jahresertrag und einem Eigenverbrauch von zunächst 35 Prozent bereits 3.325 kWh selbst. Zudem steigt der Eigenverbrauch auf 5.325 kWh, wenn Sie weitere 2.000 kWh aus dem Speicher nutzen. Dafür muss der Haushalt mindestens 5.325 kWh pro Jahr verbrauchen; sinnvoll ist eine zusätzliche Reserve, damit der Wert nicht über dem tatsächlichen Bedarf liegt. Für einen Haushalt mit 5.000 kWh Jahresverbrauch ist diese Beispielrechnung nicht möglich. Reduzieren Sie deshalb in diesem Fall den angenommenen zusätzlichen Eigenverbrauch oder verwenden Sie einen Haushalt mit höherem Jahresverbrauch.

Rechenbeispiel: Was der Speicher in Euro bringt

Die Rechnung zeigt auch den Euro-Nutzen: Bei einem Strompreis von beispielsweise 30 Cent pro kWh (Beispielannahme) sparen 2.000 kWh zusätzlicher Eigenverbrauch 600 Euro Netzstrom im Jahr. Davon ziehen Sie die entgangene Einspeisevergütung von etwa 154 Euro ab (2.000 kWh × 7,70 Cent). Der Netto-Nutzen liegt dann bei etwa 446 Euro im Jahr. Zudem amortisiert sich der Speicher allein nach etwa elf Jahren bei einem Speicheraufpreis von 5.000 Euro – ohne Folgekosten und ohne Strompreissteigerungen gerechnet. Gleichzeitig setzt diese Rechnung voraus, dass der Haushalt den angenommenen zusätzlichen Eigenverbrauch auch wirklich verbrauchen kann.

BeispielJahresverbrauch des HaushaltsAngenommener Eigenverbrauch mit SpeicherMachbar?
10-kWp-Anlage, 9.500 kWh Ertrag: 3.325 kWh Eigenverbrauch ohne Speicher + 2.000 kWh aus dem Speicher5.000 kWh5.325 kWhNein – liegt über dem Jahresverbrauch
Gleiche Anlage, Haushalt mit höherem Jahresverbrauch6.000 kWh5.325 kWhJa – der Haushalt kann 5.325 kWh verbrauchen

Welche Speichergröße passt zum Einfamilienhaus?

Modernes Einfamilienhaus mit großer dunkler Photovoltaikanlage auf dem gesamten Schrägdach, Garten mit Rasen und Sträuchern, sonniger Tag
Deshalb richtet sich die Speichergröße nach dem Abendverbrauch: Zwei Personen mit etwa 3.000 kWh kommen mit 5 kWp und 5 kWh aus, vier Personen mit etwa 5.000 kWh mit 10 kWp und 10 kWh.

Zudem sollte die Speichergröße zu Ihrem Abend- und Nachtverbrauch passen. Ein Speicher, der größer ist als Ihr Abendverbrauch, bleibt oft ungenutzt. Gleichzeitig ist ein Speicher, der zu klein ist, abends schnell leer.

Leiten Sie die Speichergröße nicht allein aus der PV-Leistung ab. Zudem sind Ihr Stromverbrauch am Abend und in der Nacht, der tagsüber nicht direkt genutzte Solarstrom, die nutzbare Speicherkapazität und die Ladeleistung entscheidend. Fragen Sie außerdem nach den erwarteten Ladezyklen und dem Eigenverbrauch in kWh für Ihr konkretes Verbrauchsprofil.

HaushaltAnlagengrößeSinnvolle Speichergröße (Orientierung)
2 Personen, etwa 3.000 kWh im Jahr5 kWp5 kWh
3 bis 4 Personen, etwa 4.500 kWh im Jahr8 kWpetwa 6 bis 8 kWh
4 Personen, etwa 5.000 kWh im Jahr10 kWp10 kWh
Haushalt mit Wärmepumpe oder Elektroauto10 kWp und mehr10 kWh und mehr, nach Verbrauchsprofil

Diese Werte sind Orientierungshilfen. Zudem kann Ihr Fachbetrieb die passende Größe auf Basis Ihres Verbrauchsprofils genauer bestimmen – fragen Sie nach der Berechnung und nach den Annahmen dahinter.

Folgekosten im Vergleich

Ein Vergleich, der nur den Anschaffungspreis betrachtet, ist unvollständig. Zudem fallen über 20 bis 25 Jahre Folgekosten an:

  • Wechselrichter: Er muss in der Regel nach etwa 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden – mit und ohne Speicher.
  • Speicher: Auch ein Speicher hat eine erwartete Lebensdauer von etwa 10 bis 15 Jahren – je nach Nutzung, Ladezyklen und Temperatur. Nach dieser Zeit kann die Kapazität sinken und ein Austausch nötig werden. Eine Anlage ohne Speicher hat diese Folgekosten nicht.
  • Wartung: Die laufenden Kosten sind in beiden Varianten gering.

Eine Anlage mit Speicher ist also nicht nur in der Anschaffung teurer, sondern auch in den Folgekosten. Deshalb rechnen Sie beide Varianten über die gesamte Laufzeit von 20 bis 25 Jahren – nicht nur über die ersten Jahre.

Unabhängigkeit und Komfort: Was der Speicher zusätzlich bringt

Neben der reinen Wirtschaftlichkeit gibt es zwei weitere Argumente für einen Speicher: Unabhängigkeit und Komfort. Zudem beziehen Sie mit Speicher abends und nachts weniger Strom aus dem Netz und sind weniger vom Strompreis abhängig. Deshalb steigt auch Ihre Ersparnis, wenn der Strompreis steigt. Außerdem können einige Speicher bei einem Stromausfall ausgewählte Verbraucher weiter versorgen – das muss bei der Planung ausdrücklich vorgesehen werden und erhöht die Kosten. Gleichzeitig schaltet sich eine normale netzgekoppelte Anlage ohne diese Funktion bei einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen ab.

Diese Vorteile sind nicht in Euro messbar, aber für viele Haushalte ein wichtiges Argument. Entscheiden Sie deshalb bewusst, wie viel Ihnen Unabhängigkeit und Komfort wert sind – und trennen Sie diese Entscheidung von der reinen Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Förderung und Finanzierung

Darüber hinaus gilt für Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden der Nullsteuersatz von 0 Prozent Umsatzsteuer – auch für den Speicher, wenn er zusammen mit der Anlage gekauft wird. Allerdings ist das KfW-Programm 442 geschlossen. Der KfW-Kredit 270 für erneuerbare Energien ist weiterhin offen; Sie beantragen ihn über Ihre Hausbank – vor Vertragsabschluss. Zudem müssen private Antragsteller dabei mindestens einen Teil des erzeugten Stroms ins Netz einspeisen oder verkaufen. Zudem können regionale Förderprogramme für Speicher zusätzlich bestehen; informieren Sie sich vor Ort.

Einen Überblick über die Gesamtkosten finden Sie im Artikel Solaranlage Kosten: Was kostet eine Solaranlage wirklich?

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Speicher im Einfamilienhaus?

Das hängt von Ihrem Abendverbrauch und Ihrem Strompreis ab. Deshalb kann sich ein Speicher lohnen, wenn Sie abends viel Strom verbrauchen. Gleichzeitig ist eine Anlage ohne Speicher oft wirtschaftlicher, wenn Sie tagsüber den meisten Strom verbrauchen.

Was kostet eine Solaranlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen?

Für einen Haushalt mit vier Personen ist eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher typisch – sie kostet etwa 18.300 bis 20.800 Euro. Zudem kostet eine kleinere Variante mit 5 kWp und 5-kWh-Speicher etwa 13.800 bis 15.300 Euro.

Kann ich den Speicher später nachrüsten?

Ja, in vielen Fällen ist eine Nachrüstung möglich. Zudem ist sie oft teurer als der Einbau zusammen mit der Anlage. Deshalb sprechen Sie das bei der Planung an, wenn Sie einen Speicher später planen – dann können Sie den Wechselrichter entsprechend wählen.

Wie viel Strom kann ich mit Speicher selbst verbrauchen?

Mit Speicher liegt der Eigenverbrauch oft bei etwa 60 bis 80 Prozent des Ertrags, ohne Speicher oft bei etwa 30 bis 40 Prozent. Zudem sind diese Werte grobe Orientierungswerte und hängen stark von Ihrem Verbrauchsverhalten ab. Gleichzeitig kann der Eigenverbrauch dabei weder den Jahresverbrauch Ihres Haushalts noch die PV-Erzeugung übersteigen.

Fazit

Eine Solaranlage mit Speicher kostet im Einfamilienhaus etwa 13.800 bis 20.800 Euro – je nach Größe. Zudem erhöht der Speicher die Investition um mehrere tausend Euro und lohnt sich nur, wenn Ihr Haushalt den gespeicherten Strom abends und nachts auch wirklich verbraucht. Vergleichen Sie deshalb immer beide Varianten – mit und ohne Speicher – mit Ihren eigenen Verbrauchszahlen und über die gesamte Laufzeit von 20 bis 25 Jahren. Wenn der Speicher sich rechnet, bringt er zusätzlich Unabhängigkeit und Komfort. Gleichzeitig ist eine Anlage ohne Speicher die bessere Entscheidung, wenn der Speicher sich nicht rechnet – und Sie können den Speicher später nachrüsten, wenn sich Ihr Verbrauch ändert.

Quellen